ein internationaler Verständigungsversuch auf engem Raum
Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
Wie können wir miteinander leben: in der WG, in einem Land, auf der Erde, mit anderen Lebenwesen, in unterschiedlichen Sprachen? Egal wo, ständig sind wir beeinflusst von denen um uns herum – und oft verhalten die sich nicht so wie wir das gerne hätten.
Selbst in unserem Körper sind wir nicht allein: Milliarden Darmbakterien wohnen dort und verdauen mit uns die Welt. Sind das jetzt Haustiere oder Mitbewohner? Wie sind hier die Machtverhältnisse im Innen und Aussen?
Drei Figuren versuchen sich auf begrenztem Raum miteinander zu arrangieren. Erst freundlich distanziert, dann verbissen verzahnt, geraten sie in einen immer dichter werdenden Gesprächsstrudel: die Eine fürchtet, dass ihre Katze sie auffrisst, der Andere entdeckt innige Gefühle zu seinen Kompstwürmern und die Dritte versucht, mit einer Stuhltransplantation ihre Depressionen zu behandeln. Angetrieben von allerhand gegoogeltem Halbwissen vermischen sich ihre drei Geschichten: Parallelen und Paradoxien tun sich auf, das Kindische kippt ins Globalpolitische und wieder zurück – bis eine:r weint.
Schnelle Wortwechsel treffen auf poetische Monologe, ein Haufen Erde auf Körper – mal naiv, meist humorvoll und manchmal brutal, mit gelegentlichen Essenspausen.
Eine Anleitung zum Weltfrieden findet sich hier kaum. Aber mit unerschütterlicher Hingabe reden sie weiter – aneinander vorbei.
Sprachen im Stück sind Deutsch, Englisch, Bulgarisch und Dialekt.
Es spielen: Sophie Kirsch, Mila Lyutskanova, Moritz Praxmarer
Dramaturgische Begleitung: Lea Goebel, Georg Klüver-Pfandtner

